S04E02 GAST: Sabine Steyer-Violet (Andere Eltern, Bad Banks, Culpa, Blochin)

Wer kümmert sich eigentlich darum, dass die Musik in einer Serienproduktion auch stimmt und stimmig ist, dass sie den Figuren entspricht und nebenbei auch etwas über die Handlung erzählt? Menschen wie Sabine Steyer-Violet, die als Music Supervisorin, u.a. für den Soundtrack zur ZDF-Serie „Bad Banks“ gesorgt hat. Wobei dieser Job eher zu ihren Nebentätigkeiten zählt. Aber genau deshalb ist es so interessant mehr darüber zu erfahren. Ansonsten ist Steyer-Violet hautsächlich Autorin – zum Beispiel für die neue TNT Comedy-Serie „Andere Eltern“ oder die 13th-Street-Produktion „Culpa“ – und Creative Producerin, als die sie aktuell an der kommenden Netflix-Miniserie „Unorthodox“ der „Deutschland 83“-Erfinderin Anna Winger mitarbeitet oder der, sich ebenfalls noch in Entwicklung befindenden Comedyserie „Die Ich-Etage“. Von Außen mögen die vielen Baustellen, auf denen sie sich bewegt, vielleicht ein wenig unübersichtlich wirken, doch dafür hat Weiterlesen

S04E01 GAST: Claus Rudolf Amler (4 Blocks, KDD, Schuld S03)

Seit über 25 Jahren arbeitet Claus Rudolf Amler in der Film- und Fernsehbranche als Szenenbildner. Für seine Arbeit bei „Das finstere Tal“ hat er 2014/15 sowohl den Deutschen, Österreichischen und Europäischen Filmpreis erhalten. Zwischen 2007 und 2010 prägte er, in enger Zusammenarbeit mit dem Serienschöpfer und -Autor Orkun Ertener die ZDF-Serie „KDD – Kriminaldauerdienst“, die eine frühe Vorreiterrolle in der deutschen Serienentwicklung einnimmt. Aktuell hat er die ersten beiden Staffeln der populären und international gepriesenen TNT-Serienproduktion „4 Blocks“ über einen kriminellen arabischen Clan in Berlin-Neukölln mitgestaltet.

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S03E17 Seriendeutschland 2018 – Der große Rückblick, Gast: Jenny Jecke (Moviepilot, Wollmilchcast)

„Bad Banks“ – „4 Blocks“, Staffel 2 – „Deutschland 86“ – „Beat“ – „Das Boot“ – „Dogs Of Berlin“: Was waren die großen deutschen Serien des Jahres? Was hat überzeugt, was hat enttäuscht und wer schaut überhaupt deutsche Serien (und wo eigentlich)? Im großen Serienreif-Podcast-Jahresrückblick hilft Film- und Serienexpertin Jenny Jecke bei der Einordnung der diesjährigen Serienproduktionen aus Deutschland. Wie hat sich alles entwickelt, nachdem „Babylon Berlin“ und „Dark“ weltweit Beachtung finden und für Begeisterungsstürme gesorgt haben? Und – ist es nun toll oder schlecht, wenn Netflix gleich sieben neue deutsche Serienprojekte für die nächste Zeit angekündigt hat?
Auch in dieser Folge: Die Auflösung zur Serienreif-Abstimmung über die deutsche Serie des Jahres, ein Gruß an die enthusiastischen Fans von „Druck“, kleine Ausflüge zu „Pastewka“ und „You Are Wanted“, Staffel 2 sowie ein unmittelbarer Faktencheck (damit ihr es nicht machen müsst).

Bild oben: Bad Banks, ZDF/Ricardo Vaz Palma

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S03E16 GÄSTE: Marco Klingspohn & Marcus Meyer (Snackable Books)

Das Konzept ist einfach: Snackable Books wollen die Serienideen aus Deutschland erzählen, die es – aus welchen Gründen auch immer – nie auf die Bildschirme geschafft haben. Dass es hiesigen Drehbuchautoren lange Zeit alles andere als leicht hatten, originelle Stoffe bei den Fernsehsendern unterzubekommen, ist bekannt, und wer weiß, vielleicht haben wir das deutsche Pendant zu „Mad Men“ oder „Breaking Bad“ ja genau deswegen verpasst?

Und klar, da derzeit mehr Serienstoffe denn je gesucht werden, bleiben auch sicher viele Geschichten auf der Strecke, die es wert wären, für ein Publikum erzählt zu werden. Wenn es nach Marco Klingspohn und Marcus Meyer geht, erhalten diese Stories bald eine zweite Chance, Weiterlesen

S03E14 GAST: Edward Berger (Patrick Melrose | The Terror | Deutschland 83 | KDD)

Premiere! Der erste Serienreif-Gast, der sich bei der Vergabe des Emmys – also dem wichtigsten Fernsehpreis der Welt – mit US-Produktionen auf Augenhöhe messen konnte: Edward Berger war dort 2018 für die Miniserie „Patrick Melrose“ als Bester Regisseur nominiert. Viele wissen trotzdem noch nicht, dass er ein Filmemacher aus Deutschland ist, der auch bei die AMC-Serie „The Terror“ mitgeprägt hat und 2015 den Überraschungserfolg „Deutschland 83“, die RTL-Serie, Weiterlesen

S03E13 GÄSTE: Sophia Bierend & Lucas Flasch (Klicknapped)

Schon wieder eine neue funk-Serie die zeigt, wie einfach es gehen kann: Sophia Bierend und Lucas Flasch sind zwei der Autoren der Dramedy „Klicknapped“, in der ein enttäuschter Fan ein ehemaliges YouTuber-Pärchen entführt, um es wieder zusammenzubringen. So entsteht eine Mischung aus „Saw“, „Misery“ und „Bibi & Julian“, aber in Wirklichkeit stand der verstorbene nordkoreanische Diktator Kim Jong-il Pate für die Ursprungsidee, wie die beiden Weiterlesen

S03E12 GÄSTE: Nina Grosse & Oliver Berben (Die Protokollantin)

Die ZDF-Serie „Die Protokollantin“ mit Iris Berben bringt internationale Standards des seriellen Erzählens ins öffentlich-rechtliche Fernsehen. Autorin und Regisseurin Nina Grosse erzählt von der Entwicklung des Stoffes, der Problematik mit ungewöhnlichen weiblichen Hauptfiguren und dem Status von Regisseurinnen bei großen deutschen Serienproduktionen. Produzent Oliver Berben berichtet, u.a. auch über seine zweite neue Serienproduktion „Parfum“ – eine Kooperation von ZDF/ZDFneo und Netflix sowie seiner gefestigten Zusammenarbeit mit Autorinnen und Autoren und führt außerdem eine umstrittene Äußerung aus, die er im Rahmen der Drehbuchautoren-Initiative „Kontrakt 18“ über Regisseure gemacht hat. (Foto oben: ZDF/Alexander Fischerkoesen)

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S03E09 GAST: Pola Beck (Druck – Skam Deutschland)

Mit der Adaption der norwegischen Jugendserie „Skam“ unter dem Titel „Druck“ hat funk ein enorm erfolgreiches Format nach Deutschland gebracht, das eine weltweite Fangemeinde hinter sich hat. Im Serienreif-Gespräch erzählt die Regisseurin Pola Beck von den Herausforderungen des Castings und der Umsetzung, die eine parallele Bespielung der Social-Media-Kanäle beinhaltet, von ihrer Arbeit mit den jungen Schauspielern, den Erwartungshaltungen und Reaktionen der Fans und der geplanten Zukunft der Serie.

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S03E08 GAST: Stefan Barth (Alarm für Cobra 11 | Der Clown | Was nicht passt, wird passend gemacht)

Stefan Barth schreibt seit über zwanzig Jahren Drehbücher für deutsche Serien und Filme und ist dabei vor allem auf Action und Humor spezialisiert. Dass er als Autor seit Ende der 1990er Jahre zumindest auch hin und wieder seine Liebe zu Genrestoffen ausleben konnte, hat der gebürtige Hagener vor allem den Privatsendern zu verdanken, die in dieser Zeit massiv in die Produktion von fiktionalen Stoffen eingestiegen sind und den Zuschauern damit das bieten wollten, was diese bei den alteingesessenen Sendern nicht sehen konnten. Das Prinzip wirkt vertraut. Heute gehören die Privatsender längst zum TV-Establishment und sind vergleichsweise brav und vorhersehbar geworden, dafür sind es Serien im Pay-TV und auf den Streaming-Plattformen, die sowohl für die Zuschauer als auch für ihre Macher aufregend und anders sind. Und so hofft auch der etablierte Drehbuchautor auf neue Möglichkeiten, um seine Stoffe umzusetzen, die er bislang höchstens in Romanform veröffentlichen konnte, weil sie für die hiesige Branche einfach zu aufwendig oder ungewöhnlich waren.

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